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Wie Wettquoten-Formate und Berechnungen funktionieren

Jeder Wett-Fan hat sich sicherlich schon gefragt, wie ein Buchmacher oder Wettanbieter die Quoten berechnet. Auch sind für viele Kunden die verschiedenen Quotenformate verwirrend. Dies wird meistens zum Problem, wenn ein Wettanbieter kein EU-Format anbietet. In diesem Fall werden Quoten gerne in dem weit verbreiteten UK Format oder US-Format angeboten. Wir lüften das Geheimnis nun für Sie. In diesem Artikel werden wir genauer darauf eingehen, wie Buchmacher zu Ihrer Quote kommen und wie die unterschiedlichen Quoten Formate von EU, UK und US zu verstehen sind.

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🧮 Die Berechnung der Quoten ist essenziell, wenn es um Risikoeinschätzung geht

Das Wichtigste an der Arbeit eines Buchmachers ist die Risikoeinschätzung. Eine Wettquote ist nämlich immer eine Wahrscheinlichkeitsberechnung für ein Ereignis in der Zukunft, bei dem der Ausgang noch nicht feststeht. Die Schwierigkeit daran ist, dass in der Mathematik Wahrscheinlichkeitsrechnungen immer im Zusammenhang mit der Interpretation stehen.

Um genau diesen Interpretationsspielraum so klein wie möglich zu halten, greifen Buchmacher auf eine riesige Datenbank zurück. In dieser Datenbank sind dann alle nur erdenklichen Statistiken zu allen Veranstaltungen, Vereine, Spieler, Ligen, Turniere usw. gespeichert. Hinzu kommen dann noch aktuelle Ereignisse wie wenn z.B. wichtige Spieler fehlen, es interne Veränderungen gibt, ein Trainerwechsel stattgefunden hat usw.

Quoten auf diese Art zu berechnen ist zwar sehr genau, aber wie wir alle wissen passieren im Sport die verrücktesten Dinge. Dies in Zusammenhang mit hohen Wetteinsätzen stellt für den Buchmacher ein hohes Risiko dar.

 

💡 So werden Wettquoten berechnet: Eine einfache Erklärung

Eine Wettquotenberechnung besteht immer aus mehreren Schritten, die wie folgt durchgeführt werden:

Schritt 1: Die Wahrscheinlichkeit berechnen

Als Erstes wird die Wahrscheinlichkeit (Chance) berechnet, die immer eine Summe von 1 ergeben muss.

Beispiel:

SiegerChanceW in Dezimalzahl
HSV70 %0,70
Unentschieden20 %0,20
RB Leipzig10 %0,10

 

Schritt 2: Quote berechnen

Wurde die Wahrscheinlichkeitsrechnung abgeschlossen, wird die Quote ermittelt. Hierfür gibt es immer eine fixe Formel, die wie folgt lautet: Q = 1 : W

SiegerBerechnungQuote
HSV1 : 0,701.43
Unentschieden1: 0,205.00
RB Leipzig1: 0,1010.00

 

Schritt 3: Gewinn für den Buchmacher berechnen

Wettanbieter möchten natürlich auch einen Gewinn erwirtschaften, deswegen wird ein gewisser Prozentsatz einbehalten. Dieser liegt meistens zwischen 10 % und 20 %. Um diesen zu berechnen, wird folgende Formel angewendet: Quote * 0,8 (bei 20 %) oder Quote * 0,9 (bei 10 %).

SiegerBerechnungEndquote
HSV1.43 * 0,91.29
Unentschieden5.00 * 0,94.50
RB Leipzig10.00 * 0,99.00

 

📊 Die verschiedenen Quotenmethoden erklärt

Andere Länder, andere Sitten. In der Schweiz, wie auch in vielen anderen Ländern Europas, werden Quoten mit einer klassischen Dezimalzahl dargestellt. Woanders gibt es allerdings andere Darstellungen, die uns im ersten Moment verwirren. In den folgenden Zeilen stellen wir Ihnen die EU-Methode vor, wie auch die UK- und US-Quotenmethode.

Wer ausschliesslich im deutschsprachigen Raum wettet, benötigt zwar die anderen Methoden nicht zwangsläufig, allerdings kann es bei der Recherche helfen. Möchten Sie unter anderem über Mannschaften in den USA oder UK informieren, werden die Quoten auf englischsprachigen Seiten ebenso in deren Methode angegeben. Wir zeigen Ihnen nicht nur die Unterschiede, wir erklären Ihnen ferner, wie Sie die jeweiligen Quoten in die Dezimalzahlen umwandeln, damit Sie einen besseren Überblick erhalten.

 

Gegenüberstellung der drei Methoden

MannschaftEUUKUS
HSV2.01/1+100
RB Leipzig8.08/1-700
Unentschieden4.57/2+300

 

Die EU-Quotenmethode

Starten wir direkt mit der EU-Quotenmethode, die auch in der Schweiz üblich ist. Diese ist einfach zu berechnen, weil Sie den Einsatz mit der Quote nur multiplizieren müssen. Nehmen wir an, es handelt sich um eine Quote von 4.5. Sie setzen 100 CHF und gewinnen. In diesem Fall bekommen Sie 450 CHF ausbezahlt und erhalten somit einen Reingewinn in Höhe von 350 CHF nach Abzug der 100 CHF, die Sie eingesetzt haben.

Quotenbeispiel:

  • HSV: 2.0
  • RB Leipzig: 8.0
  • Unentschieden 4.5

 

Die UK-Quotenmethode

Die UK-Quotenmethode wird hauptsächlich in Irland und Grossbritannien eingesetzt. Alternativ handelt es sich um die Bruchquoten. Die Berechnung ist im Gegensatz zur EU-Methode etwas komplizierter. Die Buchmacher geben den möglichen Reingewinn direkt in der Quote an.

Quotenbeispiel:

  • HSV: 1/1
  • RB Leipzig: 8/1
  • Unentschieden 7/2

Um den Reingewinn bei einem Unentschieden zu berechnen, nutzen Sie folgende Formel:

7 / 2 * 100 CHF = 350 CHF. Möchten Sie den kompletten Auszahlungsbetrag erfahren, fügen Sie noch + 1 dazu (7 / 2 + 1) * 100 CHF = 450 CHF.

Tipp: Es ist nicht schwer, diese in Dezimalquoten umzuwandeln. Hierfür wird diese Formel verwendet 7 / 2 + 1 = 4.5.

 

Die US-Quotenmethode

Übersee sieht die Welt wieder komplett anders aus. Im ersten Moment wirken diese Zahlen für Europäer verwirrend. Auf den zweiten Blick sind die Angaben allerdings einfach, weil sie den Gewinn anzeigen. Sie müssen bloss beachten, dass immer in 100er-Einheiten gerechnet wird. Vor den Quoten steht immer ein + oder ein -. Auf dieses Zeichen gilt es zu achten, weil es sich um positive oder negative Quoten handelt.

Positive Quoten +: Hier wird angezeigt, wie viel Sie gewinnen können, wenn Sie 100 Einheiten setzen. Bei +350 würden Sie 350 CHF Gewinn + Ihren 100 CHF Einsatz erhalten. Bei +200, gewinnen Sie 200 CHF + die 100 CHF Einsatz.

Negative Quoten -: Bei einer negativen Quote ist es umgekehrt. -700 heisst, dass Sie 700 CHF setzen müssen, um 100 CHF zu gewinnen. In diesem Fall erhalten Sie 100 CHF + die 700 CHF Einsatz.

  • HSV: +100
  • RB Leipzig: -700
  • Unentschieden +350

Tipp: Auch diese Quoten lassen sich einfach in die EU-Quotenmethode umrechnen. Nehmen wir als Beispiel +350 / 100 + 1, ergibt dies 4.5 .

 

⭐ Welches Quotensystem ist das beste?

Es gibt kein «bestes» Quotensystem im Allgemeinen. Im Regelfall müssen Sie sich mit dem System anfreunden, das in Ihrem Land angeboten wird. Es ist Fakt, dass sie in der Schweiz hauptsächlich Dezimalzahlen zum Einsatz kommen, während Sie in England eher auf die Bruchmethode treffen. Insider-Tipp: Auf manchen Portalen ist es möglich, das Quotensystem umzustellen.

Dennoch kann es auch von persönlichen Vorlieben abhängen, falls Sie im Ausland wetten möchten. So etwa bei Pferderennen, die in Grossbritannien beliebt sind. Hier ist es gut zu wissen, wie Sie die Bruchquoten berechnen.

Wir gingen bereits auf den Vorteil ein, dass Sie durch Ihr Fachwissen auch bessere Recherchen durchführen können. Es kann also nicht schaden, die Quotensysteme zu kennen. Als Profi sollten Sie den Unterschied im Schlaf erklären und berechnen können. Dann steht den erfolgreichen Wetten nichts mehr im Weg.

 

❓ FAQ

🤔 Kann man auf Schweizer Buchmacherseiten das US-Quotensystem anzeigen lassen?

Teilweise ist das möglich. Es kommt auf den Buchmacher an, ob er diese Option anbietet. Falls ja, finden Sie einen kleinen Hinweis in der linken oder rechten Ecke, meist oben auf der Webseite. Per Klick lässt sich das System umstellen.

🧐 Warum sollten Wettprofis alle wichtigen Systeme kennen?

Damit Sie bei der Recherche auf englischsprachigen Webseiten sofort die Quoten erkennen und berechnen können. Kennen Sie die Formel, wissen Sie ohne Probleme, ob es sich um gute oder schlechte Quoten handelt. Es benötigt etwas Übung, aber es lohnt sich.

🔃 Wie oft ändern sich Quoten beim Buchmacher?

Quoten können sich konstant verändern, deswegen ist es wichtig, den richtigen Zeitpunkt zu finden. Langzeitwetten bleiben zu Anfang eher stabil, je näher das Turnier rückt, desto eher ändern sich die Quoten. Es fliessen wie immer verschiedene Faktoren ein. Während der Saison verbessern und verschlechtern sich die Sportler, dementsprechend ändern sich auch die Quoten.

Finn, ein aufstrebender Experte für Sportvorhersagen und Berichterstattung über Sport- und Casinonachrichten, stammt aus den tiefen Tälern Tirols. Schon in jungen Jahren zeigte er ein aussergewöhnliches Talent für den Wintersport und Tennis und sammelte zahlreiche Medaillen in lokalen und regionalen Turnieren. Nachdem er seine aktive Sportkarriere beendet hatte, um sich dem Studium zu widmen, begann er als Journalist zu arbeiten und spezialisierte sich auf Sport. Seine eigenen Erfahrungen, gepaart mit seiner tiefen Leidenschaft für den Sport und seinem scharfen Verstand, machen ihn zu einem gefragten Experten. In seiner Freizeit geniesst er Skifahren, Wandern und das Erkunden neuer Sportarten.

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